Ethik-Richtlinien

Mein professionelles Grundverständnis

Als professioneller Berater verpflichte ich mich zu einem ethisch korrekten Verhalten. Dabei richte ich mich als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA) vorrangig an die folgenden Richtlinien der EATA (European Association for Transactional Analysis EATA):

Ethik-Richtlinien und Richtlinien für die Berufspraxis

1. Ein EATA-Mitglied ist der Achtung der Menschenwürde verpflichtet. Es wird erwartet, dass er/sie jedwede Form von Diskriminierung oder Unterdrückung mit seinem/ihrem Verhalten weder fördert noch billigend duldet.

2. EATA-Mitglieder sollen sich geringschätziger Äußerungen oder Anspielungen, die das Ansehen, die Qualifikation oder die Persönlichkeit anderer Mitglieder herabsetzen, enthalten; sie sollten sich ihrer Verantwortung als RepräsentantInnen der EATA und der Transaktionsanalyse, zumal wenn sie sich öffentlich äußern, bewusst sein. Offen und direkt geäußerte, objektive Kritik hingegen ist willkommen.

3. Es ist die vordringlichste fürsorgliche Pflicht der EATA-Mitglieder, die KlientInnen bestmöglich zu versorgen und weder absichtlich noch fahrlässig durch ihr Handeln Schaden anzurichten.

4. EATA-Mitglieder sollten bemüht sein, in ihren KlientInnen das Bewusstsein von Würde, Autonomie und persönlicher Verantwortlichkeit zu entwickeln, sowie deren Fähigkeit, von dort aus zu handeln.

5. Es gehört zu einer ethisch verantwortungsvollen Praxis der Transaktionsanalyse, dass ein EATA-Mitglied mit seiner Klientin/seinem Klienten nach entsprechender Vorinformation eine vertraglich festgelegte Arbeitsbeziehung eingeht und beide willens und in der Lage sind, den Inhalt des Vertrages zu erfüllen. Sofern ein/e KlientIn nicht in der Lage oder bereit ist, im Rahmen dieser vertraglichen Arbeitsbeziehung verantwortungsvoll zu handeln, muss das EATA-Mitglied die Beziehung lösen, ohne dass dem/der KlientIn dadurch ein Schaden entsteht.

6. Ein EATA-Mitglied wird die Beziehung zu seinen KlientInnen auf keinerlei Weise ausnutzen, weder finanziell oder sexuell noch auf sonst irgendeine Art und Weise. Sexuelle Beziehungen zwischen EATA-Mitgliedern und ihren KlientInnen, SupervisandInnen oder Trainees sind untersagt.

7. EATA-Mitglieder werden einen Vertrag nicht eingehen oder aufrechterhalten, wenn andere Aktivitäten oder Beziehungen zwischen sich und ihren KlientInnen diesen Vertrag gefährden könnten.

8. Die Beziehungen zwischen EATA-Mitgliedern und ihren KlientInnen sind definiert durch den jeweiligen Vertrag. Diese professionelle Beziehung endet mit Auslaufen des Vertrags. Bestimmte berufliche Verantwortlichkeiten bleiben jedoch auch nach Vertragsbeendigung bestehen. Dazu gehört unter anderem, – die vereinbarte Vertraulichkeit beizubehalten (Schweigepflicht), – die frühere Beziehung nicht zum eigenen Nutzen zu missbrauchen, – Vorkehrungen für die notwendige Nachbetreuung zu treffen.

9. Das Anbieten und Erbringen von Dienstleistungen durch EATA-Mitglieder für ihre KlientInnen und/oder Trainees geschieht in voller Verantwortung gegenüber den – und Wissen um die – Gesetze(n) des Staates und/oder Landes, in welchem sie arbeiten.

10. Mit dem Eingehen einer Arbeitsbeziehung muss für die KlientInnen auch ein geeignetes Umfeld geschaffen werden. Dazu gehören Vereinbarungen über die zu wahrende Vertraulichkeit (Schweigepflicht), der Art der Aktivität angemessene Vorkehrungen für die physische Sicherheit sowie die informierte Zustimmung – „informed consent“ – der KlientInnen zu etwaigen riskanten Verfahren.

11. Wenn EATA-Mitgliedern bewusst wird, dass persönliche Konflikte oder medizinische Probleme die vertragliche Beziehung beeinträchtigen könnten, müssen sie den Vertrag entweder auf eine professionell verantwortungsvolle Weise lösen oder sicherstellen, dass der/die KlientIn alle Information hat, die es braucht, um sich für oder gegen den Verbleib in dieser Beziehung zu entscheiden.

12. EATA-Mitglieder verpflichten sich, KollegInnen, von denen sie glauben, dass sie sich in einer ethisch nicht vertretbaren Art und Weise verhalten, darauf anzusprechen und, wenn es zu keiner Lösung kommt, den zuständigen Gremien zu melden.